Smartphones: Fluch oder Segen für den stationären Handel?
Smartphones setzen sich mehr und mehr im Massenmarkt durch. Laut BITKOM wird noch in diesem Jahr die 10 Mio. Marke verkaufter Geräte in Deutschland geknackt. Das Smartphone ist bereits ständiger Begleiter der Konsumenten, die dank mobiler Dienste in der Lage sind, sich auf jeder Stufe des Kaufentscheidungsprozesses online zu informieren. Die aktuelle Studie „Von Multi-Channel zu Cross-Channel – Konsumentenverhalten im Wandel“ des E-Commerce-Center Handel am Institut für Handelsforschung in Zusammenarbeit mit der hybris GmbH zeigt, dass vor allem sogenannte „Early Adopter“ das Handy auch während des Ladenbesuchs nutzen.

Die Studie zeigt: 18,1 Prozent der Käufe der Early Adopters in stationären Geschäftsstellen geht eine Informationssuche über ein Smartphone auf Anbieterwebseiten oder Apps voraus. Diese Käufe entsprechen 35,2 Prozent des Umsatzes in stationären Geschäftsstellen der durch die Gruppe der Early Adopter getätigt wurde. Hier spielt vor allem die direkte Verfügbarkeit des gewünschten Produktes eine große Rolle.
„Das Handy als Kaufberater wird immer beliebter. Wenn das Smartphone sinnvoll als Bindeglied zwischen On- und Offline-Handel integriert wird, ergeben sich immense Chancen für den stationären Handel“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. „Händler, die sich auf das Informationsbedürfnis des Konsumenten einstellen und beispielsweise über einen Barcodescanner online wertvolle Zusatzinformationen bereitstellen, können den Kaufimpuls des Mobiltelefons für sich nutzen. Das Smartphone muss demnach konsequenterweise als weiterer Kanal in eine sinnvoll verzahnte Cross-Channel-Strategie integriert werden."
„Händler sollten dem Verbraucher die Informationssuche und den Kauf so bequem wie möglich machen", erklärt Mark Holenstein, Vice President Central Europe bei hybris. „Das Smartphone als ständiger Begleiter bietet viel Nutzungspotenzial gerade beim Einkaufen. Location-based Services beispielsweise unter Einbezug des via GPS ermittelten Standorts können für Verbraucher extrem nützlich sein, um in kürzester Zeit zu erfahren, in welcher Filiale das gewünschte Produkt sofort erhältlich ist. Die Wechselwirkungen zwischen den on- und offline Kanälen sind vielen Markenherstellern und Händlern mittlerweile bekannt. Dass das internetfähige Handy aber eine zunehmend wichtige Rolle als verbindender Kanal im Multichannel Commerce einnimmt, muss bei den meisten jedoch noch in die Strategie verankert werden."
Pressemitteilung zur Studie "Von Multi-Channel zu Cross-Channel - Konsumentenverhalten im Wandel" des ECC Handel in Zusammenarbeit mit der hybris GmbH, 04.10.2011
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