Nach seinem Erfolg in den USA hat der Büroartikel-Händler Staples nun auch in Deutschland seinen ersten Online-Shop eröffnet. Vorerst können jedoch nur Geschäftskunden bestellen. Der Online-Shop führt in der Testphase das gleiche Sortiment wie der dreimal im Jahr erscheinende Print-Katalog. Auch die Preise sollen im Internet während der Gültigkeitsdauer des Print-Kataloges unverändert bleiben. Die Produktpalette ist mit rund 5000 Artikeln etwas schmaler als in den Filialen, die rund 7000 Artikel führen. Einige Internet-bezogene Artikel werden nur im Versandhandel erhältlich sein.
Bei der Zielgruppe beschränkt sich Staples nur auf Business-Kunden. Hier sind die Bestellmengen größer und der Aufwand für Bonitätsprüfung und Rechnungsabwicklung ist geringer. Unmöglich ist die Bestellung auch für Privatkunden nicht, sofern die Kosten für die Bonitätsprüfung entfallen, denn in den AGB heisst es, dass auch Privatpersonen bestellen können, sofern sie im Besitz einer Kreditkarte sind.
Die Bestellungen werden im hauseigenen Distributionszentrum im belgischen Tongeren kommissioniert und per DPD verschickt. Retouren werden von DPD beim Kunden abgeholt.

(Quelle: Lebensmittelzeitung H 16 v. 19.04.02, S. 30)



Die Tage, in denen Online- und Offline-Aktivitäten beziehungslos nebeneinander her laufen, sind jetzt auch beim Büroartikel-Riesen Staples gezählt. Durch einen geschickten Schachzug werden die Warenbestände der beiden Handelswelten künftig miteinander verzahnt. So werden zunächst in allen 954 US-Shops so genannte 'Staples.com Access Points' aufgestellt, an denen den eigenen Kunden ein direkter Zugang zu sämtlichen Produkten und Dienstleistungen des Online-Tochterunternehmens gewährt wird.

Dadurch erhöhte man die Anzahl der verfügbaren Produkte kurzerhand von durchschnittlich 7.500 auf 45.000. Hinzu kommen noch einmal mehr als 100.000 Softwaretitel, die am Access Point zum Download bereitgestellt werden. Kunden haben die Möglichkeit die Produkte und Dienstleistungen direkt im stationären Handel in bar, per Scheck oder Kreditkarte zu bezahlen. Durch die Integration der Access Points in den traditionellen Stores will man laut Ed Harsant, Präsident von Staples Nord-Amerika, einerseits den eigenen Online-Auftritt gegenüber den Kunden forcieren und andererseits die Transaktionen der stationären Bürohandelshäuser effektiver gestalten.

Weiterhin erlaubt es Staples.com Firmenmitarbeitern, fehlende Büroartikel direkt via Internet zu ordern. Durch personalisierte Online-Kataloge mit individuell einstellbaren Bestellfunktionen soll Vertragskunden diese Neuerung angeboten werden. Enorme Zeit- und Geldeinsparungen verspricht Anne-Marie Keane, B2B-Vize Präsidentin von staples.com, den Nutzern der Technik. Bestellungen via Telefon, Fax oder E-mail sollen demnach bald der Vergangenheit angehören. Um die neue E-Procurement-Lösung am Markt zu etablieren, ist staples.com Partnerschaften mit fast allen namhaften Anbietern von B2B-Lösungen eingegangen. Unter anderem Ariba, Commerce One und Oracle werden eine direkte Verbindung zu stapleslink.com anbieten.

(2002)