Nachricht - Rechtliche Fragen
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Strengere Cybercrime-Gesetze gefordert

Cybercrime, kriminelle Handlungen mittels Informationstechnolgien, machten in den vergangenen zwei Jahren zwölf Prozent der wirtschaftskriminellen Handlungen in Deutschland aus. Angesichts dessen fordert Yahoo strengere und internationale Gesetze, insbesondere genauere Definitionen der Grenzen zwischen legal und illegal im Internet.
Robin Pembrooke, Chef von Yahoo Europe dazu: 'die Gesetzgebung hinkt der technologischen Entwicklung hinterher, da es sich vielmehr damit beschäftigt, ob und warum etwas illegal ist anstatt klar zu definieren, was gegen ein Gesetz verstößt.' Notwendig seien vor allem internationale Regulativen, auch wenn eine globale Gesetzgebung nicht realistisch ist, da z.B. Kindesmissbrauch in den USA anders definiert wird als in Großbritannien.

Wichtig sei zudem auch das Thema Datenschutz: 'wir müssen einen Mittelweg zwischen Datenschutz und der wachsenden Forderung von Staaten und Institutionen nach Zugang zu Daten finden,' so Pembrooke. Gerade im vergangenen Jahr war Yahoo scharf kritisiert worden, da das amerikanische Unternehmen der chinesischen Polizei Daten zur Verfügung gestellt hat, auf deren Grundlage User verhaftet wurden. Pembrooke: 'wir finden die Verhaftungen in China schrecklich. Wir sind aber davon überzeugt, dass es besser ist in China aktiv zu sein und mit den Behörden zu kooperieren, als keinen Zugang zum Markt zu haben.'
www.yahoo.com. Zugriff am 03.04.2006.