Das amerikanische Marktforschungsunternehmen Forrester Research Inc. präsentiert Ihre neuen Prognosen in der Studie "Western European Online Retail Forecast, 2009-2014". Laut dem Report fällt ein E-Commerce-Umsatzes in Höhe von 85 Prozent alleine auf die sieben Länder Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Schweden, Spanien und UK zurück. Die Analyse weist darüber hinaus darauf hin, dass es einen signifikanten Unterschied im Einkaufsverhalten zwischen Nord- und Südeuropäern gibt. Während im Vereinigten Königreich beispielsweise bereits 48 Prozent regelmäßig im Internet einkaufen, kaufen nur 11 Prozent in Italien und 10 Prozent in Spanien online ein.
Der Prognose zu Folge werden im Jahr 2014 bereits 114 Milliarden Euro im westeuropäischen Online-Handel ausgegeben. Im Vergleich dazu betrugen 2009 die Ausgaben 68 Milliarden Euro. Während der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) auch schon in der Vergangenheit stetig wachsende Umsätze bestätigt hat, kann auch in Zukunft - der Weltwirtschaftskrise zum Trotz - positiv in die Zukunft gesehen werden. Wie dem kommenden Diagramm zu entnehmen ist, wird der westeuropäische E-Commerce-Umsatz im Durchschnitt jährlich um ca. 11 Prozent steigen.
Bei der Betrachtung der Studienergebnisse fallen zwei wesentliche Entwicklungen auf: Einerseits sind größere Warenkörbe und andererseits mehr Online-Shopper für die Umsatzentwicklung verantwortlich. Die Forrester-Analysten gehen davon aus, dass im Jahr 2014 fast die Hälfte aller westeuropäischen Verbraucher - dies entspricht einer Bevölkerungszahl von etwa 190 Millionen Menschen - im Durchschnitt für 601 Euro online einkaufen wird.
Laut Report liegt Deutschland im europäischen Vergleich mit 9 Prozent knapp hinter dem durchschnittlichen jährlichen Online-Handels-Umsatzwachstum von 11 Prozent (ohne Reisen und Autoverkauf).
Das Marktforschungsunternehmen beziffert die deutschen E-Commerce-Ausgaben der Konsumenten im Jahr 2009 auf 17,3 Milliarden Euro. Für das Jahr 2014 werden die Ausgaben um fast 10 Milliarden Euro auf 27,2 Milliarden Euro steigen. Die drei Top-Kategorien nach Umsatz werden dann gemäß den Analysten die Kategorien Consumer Electronics, Bekleidung und Autozubehör bilden.
Diese Kategorien sind auch, wenn in einer anderen Reihenfolge, im Top-5-Ranking des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (BVH) vertreten. Der BVH geht davon aus, dass in 2008 und 2009 der höchste Umsatz mit der Warengruppe "Bekleidung/ Textil/ Schuh" realisiert wurde. Rang zwei beleget die Warengruppe "Medien, Bild- und Tonmaterial", gefolgt von "Unterhaltungselektronik/ Elektronikzubehör".

Laut Angaben des BVH sind die Umsatzanteile, die auf das Internet zurück fallen, von 2008 auf 2009 um 6,4 Prozent angestiegen. Der Umsatz, der durch telefonische oder schriftliche Bestellungen entsteht, ist im gleichen Zeitraum um 5,6 Prozent gesunken.

Die Prognose-Werte von Forrester Research weichen von denen des Marktforschungsunternehmens GfK Panel Services Deutschland ab, denn Sie schätzen das Volumen des deutschen Online Retail um knapp 2 Milliarden Euro höher ein als die Analysten von der GfK Panel Services. Im Gegensatz zu den 17,3 Milliarden Euro von Forrester Research beziffert die GfK Panel Services den E-Commerce-Umsatz für 2009 mit rund 15,5 Milliarden Euro. Ein Grund für die Abweichung kann möglicherweise darin liegen, dass die GfK Panel Services im Gegensatz zu Forrester Research den Verkauf von Gebrauchsgütern der Konsumenten untereinander auf Auktions- und Tauschbörsen in die Analyse einbezieht.
Es kommt jedoch auch in den Angaben zur Größe des durchschnittlichen Warenkorbs zu Differenzen. Während Forrester Research für 2009 in Deutschland von pro-Kopf-Ausgaben in Höhe von ca. 463 Euro spricht, geht die GfK Panel Services davon aus, dass sie in etwa 506 Euro betragen.
Sowohl die Analyse des Marktforschungsunternehmens Forrester Research, als auch die Erwartungen der GfK Panel Services Deutschland weisen trotz einiger Abweichungen auf, dass der europäische und der deutsche E-Commerce-Markt in den Umsätzen noch lange nicht den Zenit erreicht hat und dass auch weiterhin mit kontinuierlichen Umsatzsteigerungen gerechnet werden kann.

Laut einer Online-Händler Umfrage des HDE erwarten 53% der Befragten eine Umsatzsteigerung zum Vorjahr. Im Jahre 2010 sollen nach HDE-Prognose voraussichtlich 23,7 Milliarden Euro im Online-Handel umgesetzt werden. Dies würde einem Umsatzzuwachs von 8% entsprechen. 2009 wurden ca. 21,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dieses bedeutet einen leichten Rückgang des Umsatzwachstums, dass im Jahreswechsel von 2008 auf 2009 eine Steigerung von 9,5 Prozent verzeichnen konnte. Trotzdem bleibt die Stimmung laut Umfrage weiterhin auf Top-Niveau.
Während im Einzelhandel rückläufige Umsätze von ca. 2% in 2009 zu verzeichnen waren, setzen Multi-Channel-Unternehmen vermehrt auf den Umsatzbringer Online-Handel. Insgesamt betreiben ca. 50.000 Einzelhändler neben dem stationären Einzelhandel auch Online-Shops.
Das Weihnachtsgeschäft verläuft auch im Jahresverlauf vielversprechend. So wurden im Jahre 2008 5 Mrd. Euro und im Jahre 2009 in den Monaten November und Dezember 5,5 Mrd. Euro umgesetzt. Trotz dieses zu verzeichneten Wachstums, beträgt der Anteil am gesamten Weihnachtsgeschäft nur 4 Prozent.
In der Studie des HDE werden für den Business-to-Consumer-E-Commerce alle Transaktionen über wirtschaftliche Güter betrachtet. Hierzu zählen sowohl klassische Handelswaren, als auch Dienstleistungen (beispielsweise Lieferservices), Nutzungsrechte (etwa Reisen, Tickets) und Informationen (zum Beispiel kostenpflichtige Downloads).
Quelle:
- Hauptverband des deutschen Einzelhandels, 02.02.2010
Autor:
- Sonja Rodenkirchen (09.04.2010)

Nach Prognosen des HDE ist im nächsten Jahr mit einem E-Commerce-Umsatz von 18,3 Milliarden Euro zu rechnen. 2006 wird der Internethandel voraussichtlich 16,3 Milliarden Euro erwirtschaften. Dies würde bedeuten, dass die Online-Shopping-Umsätze 2007 im Vergleich zu diesem Jahr um etwa zwölf Prozent steigen. Allerdings liegt, gemessen am gesamten Einzelhandelsumsatz, der Umsatzanteil des E-Commerce lediglich bei drei Prozent.
Einzelhandelsunternehmen mit großer Reichweite und Akzeptanz bei den Kunden tragen auch 2007 zu dem positiven Umsatztrend bei. Für ungefähr 50.000 Multi-Channel-Unternehmen, die neben Webshops auch Ladengeschäfte betreiben, sind die Umsatzerwartungen 2007 ebenfalls positiv. Laut HDE erwarten 52 Prozent der Multi-Channel-Betriebe steigende Online-Umsätze, zwei Prozent erwarten einen Rückgang.
Die positive Tendenz des Online-Handels zeichnet sich auch beim Weihnachtsgeschäft ab. Demzufolge ergab eine aktuelle Umfrage bezüglich der Internet-Umsätze und der Geschäftserwartungen der Einzelhandelsunternehmen, dass der Online-Handel in diesem Jahr in den Weihnachtsmonaten November und Dezember einen Umsatz von etwa 4,1 Milliarden Euro verrechnen kann. Im Vergleich zum Online-Weihnachtsgeschäft 2005 sind dies 500 Millionen Euro mehr. Besonders beliebte Geschenke aus dem Internet sind zum Beispiel Digitalkameras und MP3-Player, DVDs, CDs, aber auch Bücher, Bekleidung sowie Tickets.
In der Studie des HDE werden für den Business-to-Consumer-E-Commerce alle Transaktionen über wirtschaftliche Güter betrachtet. Hierzu zählen sowohl klassische Handelswaren, als auch Dienstleistungen (beispielsweise Lieferservices), Nutzungsrechte (etwa Reisen, Tickets) und Informationen (zum Beispiel kostenpflichtige Downloads).
Quelle:
- Hauptverband des deutschen Einzelhandels, 16.11.06.
Autor:
- Kerstin Schmidtko (07.12.2006)
