eBay setzt die im September letzten Jahres begonnen Umstrukturierungsmaßnahmen fort und widmet sich nun einem neuen Geschäftsmodell für Händler und erweitertem Schutz durch PayPal.

 

Der weltweite Online-Marktplatz eBay zielt auf eine Vergrößerung seines Angebots durch ein neues Geschäftsmodell für gewerbliche Verkäufer. Dieses sieht die Aufhebung der Trennung zwischen eBay Shops und dem Marktplatz sowie die Integration der Shop-Artikel in die Suchergebnisse und Kategorienstruktur des Online-Marktplatzes vor.

 

Für Shop-Anbieter sollen die Angebotsgebühren in Zukunft unabhängig vom Produktpreis anfallen. Premiumshop-Abonnenten bekommen demnächst die Möglichkeit, in Verbindung mit einer Flatrate für 299 Euro monatlich eine unbegrenzte Anzahl an Artikel einzustellen. Dieses Angebot soll Verkäufer dazu animieren, komplette Sortimente anzubieten. Festpreisangebote sollen in Zukunft 30 Tage lange gelistet bleiben, statt wie bisher 10 Tage.

 

Durch die verstärkte Ansprache gewerblicher Verkäufer, die hauptsächlich neue Produkte einstellen, reagiert eBay auf Konkurrenten wie Amazon und Online-Shop-Portale mit überwiegendem Angebot an Neuware.

 

Im Rahmen seines PayPal Zahlungsprogramms wird der Schutz von Käufern und Verkäufern ausgeweitet. Käufer bekommen ab dem 1. September den Kaufbetrag in unbegrenzter Höhe zurückerstattet falls der Artikel trotz Bezahlung nicht gesendet wurde. Dieser Schutz wird momentan bis zu einer Obergrenze von 1.000 Euro angeboten. Auch Verkäufer werden nun bei internationalen Kreditkartenzahlungen durch PayPal abgesichert.

 

Einige Medien, wie z. B. Focus-Online, Spiegel-Online sehen die Umstrukturierungsmaßnahmen jedoch nicht nur positiv. So könnten aus der Stärkung der gewerblichen Verkäufer Wettbewerbsnachteile für private Anbieter entstehen.

 

Zur Pressemitteilung von eBay

http://presse.ebay.de/news.exe?page=print&news_id=101613