Nachricht - Handel über eBay
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US-Amerikanische Studie: 70 Prozent der eBay-Auktionen enden mit überhöhten Preisen


Wie leicht man in die Falle des Zu-viel-Bietens tappen kann, zeigen die Forscher Hanh Lee (Stanford) und Ulrike Malmendier (Berkeley) anhand eines Produkts, über dessen Wert bei eBay-Nutzern eigentlich kein Zweifel herrschen dürfte: eines Gesellschaftsspiels namens „Cashflow 101“. Das Spiel, das beim Hersteller 195 Dollar kostet, haben zwei renommierte Händler im Untersuchungszeitraum bei eBay.com zum Festpreis von 129 Dollar angeboten.


Die Ökonomen haben ein halbes Jahr lang fast 700 eBay-Transaktionen rund um „Cashflow 101“ beobachtet. Sie stellten fest: Klammert man die Versandkosten aus, lag der Endpreis bei 43 Prozent aller Auktionen über dem Sofortkauf-Preis. Berücksichtigt man die Versandkosten, dann zahlten sogar 72 Prozent der Bieter zu viel. Jeder zweite Gewinner einer Versteigerung zahlte inklusive Versandkosten zehn Dollar zu viel, jeder vierte sogar 30 Dollar zu viel.


Anhand diesen Beobachtungen wird deutlich, dass viele Auktionsgewinner den tatsächlichen Wert der ersteigerten Ware überschätzen. Wer bei eBay und Co. für ein Objekt am meisten geboten hat, ist mit einiger Wahrscheinlichkeit einfach der, der sich beim Wert des Objekts am stärksten nach oben verschätzt hat. Der Fluch lastet auf bis zu drei Vierteln aller Auktionsgewinner.


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