Vom Internet zum stationären Ladengeschäft
Während sich Flug- und Hotelbuchungen im Internet im Allgemeinen großer Beliebtheit erfreuen, so gilt dennoch besonders für anspruchsvollere Urlaubsreisen: Kunden schätzen die persönliche Beratung. Das berichtet die Financial Times Deutschland. Weg.de wagt nun als erstes Online-Reisebüro den Schritt in den stationären Vertrieb. Geschäftsführer Aleksandar Vucak begründet die Entscheidung wie folgt: 'Reisebüros generieren 85 Prozent der privaten Reiseumsätze in Deutschland. Von diesem Kuchen wollen wir ein Stück abhaben.' Bis Ende 2007 möchte Weg.de nach dem Franchiseprinzip rund 200 Filialen in Deutschland eröffnen.
Wandte sich die Reisebranche in den letzten Jahren vor allem weg vom stationären Vertrieb, so scheint doch gerade für anspruchsvollere Buchungen eine gegensätzliche Bewegung einzusetzen. Der Grund dafür ist, dass Reisende mit Internetbuchungen tendenziell eine geringere Qualität verbinden als mit Reisen, die im Reisebüro gebucht wurden, so eine Studie von Fittkau & Maaß. Daher spielt bei anspruchsvolleren Reisen die persönliche Beratung eine große Rolle.
Dominik Rossmann von Ulysses Webtourismus sieht die Zukunft des Reisevertriebs in der Nutzung aller Kanäle: online, offline und per Telefon. Langfristig erwartet er bei Flügen und Hotelzimmern einen Online-Marktanteil der Buchungen von 80 Prozent, bei Reisen hingegen von weniger als 50 Prozent.
Quelle: Financial Times Deutschland, 10.10.2006.
