WebMining als Datenlieferant für das Controlling
Aufgrund des ständig wachsenden Angebots im Internet und
dem sprunghaften Surf-Verhalten der Nutzer ist
Kundenbindung im Internet ein zentraler
Erfolgsfaktor für Online-Händler. Um die Kunden an ein
Angebot zu binden, ist es unerlässlich, das Angebot
möglichst gut auf die Kunden auszurichten und nach ihren
Präferenzen zu gestalten. Dazu ist es notwendig, Daten
über die Nutzer des Angebots und über die Art und Weise
der Nutzung zu sammeln.
Dies ist Grundidee des WebMining: Bei WebMining werden
Daten über Besucher eines Internetauftritts und über
deren Surfverhalten gesammelt, aggregiert und
interpretiert, um dem Controlling Daten zu liefern, anhand
derer der Grad der Zielerreichung für die gesetzten Ziele des
Internetauftritts gemessen werden kann und Maßnahmen für
die Verbesserung der Zielerreichung gestaltet werden können.
In diesem Zusammenhang sind Kennzahlen sehr wichtig, da erst durch
quantifizierte Aussagen Vergleiche getroffen werden und Ziele
gesetzt werden können. Dies könnte dann ungefähr so
aussehen: "Der durchschnittliche Verbleib eines Kunden auf unserer
Webseite beträgt x Minuten, dabei wurden y Produkte angesehen
und z bestellt. Ziel für die nächste Periode ist, xyz auf
x'y'z' zu steigern." Dabei ist es sehr wichtig, die Zahl und
Struktur der Kennzahlen optimal auf das Unternehmen zuzuschneiden,
um nur die zentralen erfolgsrelevanten Größen zu
betrachten.
(Quelle: Köhler, Susanne (Mindlab GmbH): "Darf´s
noch ein bisschen mehr sein? - WebMining als Chance für eCRM",
in: DIREKT - Das Magazin der SPSS GmbH Software, Nr. 1/2003,
S.10-14)
