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Weihnachtsgeschäft 2005: Online-Händler erwarten hohe Weihnachtsumsätze
| Frohe Web-Weihnachten dank hoher Umsatzzuwächse | |
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Leuchtende Augen unter dem Christbaum ? das gehört zu Weihnachten genauso wie Plätzchen, Adventskranz und Kerzenschein. Doch auch nach den soeben abgelaufenen Festtagen ist für gute Stimmung gesorgt, und das insbesondere bei den Online-Händlern, denn das Internet-Weihnachtsgeschäft boomte. Ein prominentes Beispiel: Der Online-Händler Amazon meldete sowohl weltweit als auch auf dem deutschen Markt das beste Weihnachtsgeschäft seit seinem Bestehen.
Doch Amazon ist kein Einzelfall. So ergab der aktuelle "Marktcheck" von Oxid eSales, einem Anbieter von E-Commerce-Software, dass sich die große Mehrheit (78,8 Prozent) der befragten Internet-Händler mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäftes zufrieden zeigte, 41,3 Prozent der Befragten seien gar "sehr" bzw. "extrem" zufrieden. Deutschland: 3,6 Milliarden Euro Umsatz Die Online-Händler haben guten Grund, optimistisch zu sein. Nicht nur, dass Internet-Einkäufe gefragter sind denn je. Zwei Drittel der Online-Shops haben ihre Umsätze im abgelaufenen Weihnachtsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr um mehr als zehn Prozent steigern können, führt die Oxid-Studie vor Augen. Fast jeder vierte Online-Shop (23,4 Prozent) legt danach sogar um mehr als 50 Prozent zu. Im laufenden Weihnachtsgeschäft werde über das Internet voraussichtlich 3,6 Milliarden Euro (Gesamtumsatz November und Dezember) umgesetzt, 12 Prozent mehr als im Weihnachtsgeschäft 2004, erklärte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am 7. Dezember 2005. Er ist sich somit mit dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) einig, der ebenfalls Anfang Dezember 2005 von einem zweistelligen Umsatzzuwachs bei Internet-Bestellungen ausging. In diesem Bereich meldeten "praktisch alle Versender Zuwächse", heißt es und: "Der Trend hält an, Geschenke online zu kaufen". "Konsumbereitschaft im Internet wesentlich größer als in den Einkaufsstraßen" "Die Konsumbereitschaft ist im Internet offenbar wesentlich größer als in den Einkaufstraßen Deutschlands", resümiert Oxid-Geschäftsführer Roland Fesenmayr angesichts der Aussage des HDE, das Weihnachtsgeschäft habe die Erwartungen der Einzelhändler insgesamt nicht ganz erfüllt. Den Erfolg der meisten Internet-Shops führt Fesenmayr auf eine zunehmende Besinnung auf Kernkompetenzen zurück: "Die Kunst liegt in der Beschränkung". Von großer und zunehmender Bedeutung sei auch die Qualität der Beratung. Und dennoch: Bei immerhin 18,8 Prozent der Online-Händler sorgte das Weihnachtsgeschäft für Unzufriedenheit. Dies sei unter anderem damit zu begründen, dass die "allgemeine Erwartungshaltung gegenüber dem E-Commerce zu große Hoffnungen" schüre, so Fesenmayr. Darüber hinaus sei aber in einigen Fällen tatsächlich ein Umsatzrückgang zu beobachten; jeder achte Online-Shop (12,5 Prozent) klagte über Umsatzverluste gegenüber 2004. Oft seien hierfür aber handwerkliche Fehler beim Aufbau des Online-Shops verantwortlich und nicht mangelndes Verbraucherinteresse, so Fesenmayr. Hohe Umsätze dank Unterhaltungsbranche Bereits im November 2005 verzeichnete der europäische Online-Handel Analysen des so genannten "TradeDoubler-Trackers" zufolge ein Umsatzwachstum von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Anstieg sei vor allem auf die Sparten Unterhaltungselektronik und Unterhaltung zurückzuführen. Die Anzahl der Online-Transaktionen, die im November 2005 von "TradeDoubler" generiert wurden, stiegen in diesen Bereichen um 67 bzw. 90 Prozent. Harry Potter, Star Wars, Robbie Williams - Erfolgsbeispiel Amazon "Die großen Renner im Elektronikbereich sind DVD- und MP3-Player. Im Medienbereich erzielen wir die besten Umsätze mit den üblichen Verdächtigen wie Harry Potter, Star Wars, Robbie Williams und Madonna", so die Unternehmens-Sprecherin von Amazon, Christine Höger. Bestellt worden seien im Weihnachtsgeschäft darüber hinaus vor allem Digitalkameras, Spielwaren und DVD-Box-Sets. Der größte Online-Händler, der auf das beste Weihnachtsgeschäft ? global wie auch in Deutschland ? seit seinem Bestehen zurückblicken kann, verbuchte im Dezember 2005 weltweit zeitweise 3,6 Mio. bestellte Artikel täglich; bei Amazon.de waren es am Spitzentag über 400.000 Artikel, mehr als fünf Bestellungen je Sekunde. Weltweit seien in der Vorweihnachtszeit mehr als 108 Millionen Artikel bestellt worden. Weihnachtseinkäufe europaweit zugenommen Eine Umfrage, die "TradeDoubler" im Oktober 2005 durchführte, ergab, dass Kunden europaweit deutlich mehr Weihnachtseinkäufe online erledigen wollten als noch 2004. So planten etwa 56 Prozent der Befragten, mindestens ein Viertel ihrer Einkäufe im Internet zu erledigen. Die Anzahl derjenigen, die etwa die Hälfte ihrer Weihnachtsgeschenke über das Internet bestellen wollten, habe sich zudem im Vergleich zu 2004 nahezu verdoppelt. Gutes Online-Weihnachtsgeschäft auch in den USA Auch in den Vereinigten Staaten können die Online-Händler auf ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft zurückblicken. Angaben des Marktforschungsinstituts Nielsen/NetRatings zufolge erzielten die Unternehmen dort einen Umsatz von 30,1 Mrd. US-Dollar, was einer Steigerung von etwa 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (eMarketer nennt einen Umsatz von knapp 20 Mrd. US-Dollar und ein Wachstum von 22 Prozent). Die Top Five der in den USA bevorzugt bestellten Artikel führt die Sparte Bekleidung (5,3 Mrd. Dollar) an, gefolgt von Computerhardware und -peripherie sowie Consumer Electronics (je 4,8 Mrd. Dollar), Bücher (3 Mrd. US-Dollar) sowie Spielsachen und Videospiele (2,3 Mrd. Dollar). Ein Drittel aller US-Haushalte kaufte in dieser Saison über das Internet ein, was ein Plus von zehn Prozent ausmacht. |
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| 04.01.2006 |
