Weihnachtstrends 2011- Zahlen, Daten, Fakten

Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit wittern Händler weltweit das große Geschäft. Auch wenn die Deutschen die aktuelle Wirtschaftslage insgesamt eher als kritisch erachten, planen viele Konsumenten mehr Geld für Geschenke, Kleidung, Essen und Reisen in der Vorweihnachtszeit auszugeben als in 2010. Zudem werden dieses Jahr mehr Menschen online und über mobile Endgeräte einkaufen als noch in den letzten Jahren.

Mehrere aktuelle Studien kommen zu dem Ergebnis, dass das Weihnachtsbudget der Haushalte in Deutschland dieses Jahr leicht wachsen wird. Laut einer Studie von Kelkoo werden die deutschen Familien dieses Jahr rund 630 Euro (2,7 Prozent mehr als in 2010) für die Feiertage ausgeben. Damit gehören die Deutschen zu den konsumfreudigsten Europäern und landen im Vergleich auf Platz 3. Die Einzelhändler dürfte dies freuen. So prognostiziert Kelkoo, dass die Umsätze der deutschen Einzelhändler dieses Jahr um 2,7 Prozent auf 66,21 Milliarden Euro wachsen werden. Nur in Großbritannien und Schweden wird mit 738 Euro und 648 Euro pro Haushalt noch mehr in der Vorweihnachtszeit ausgegeben.

 

Kelkoo zufolge werden von den 630 Euro, die den Deutschen zur Verfügung stehen, 351 Euro auf Geschenke, 202 Euro auf Speisen und Getränke, 44 Euro für Reisen und 33 Euro für Weihnachtsdekorationen ausgegeben. Yahoo geht davon aus, dass jeder zweite Deutsche insgesamt bis zu 300 Euro ausgeben wird und jeder vierte sogar noch mehr. Die Studie „Weihnachtsgeschenke 2011" von Ernst & Young dagegen geht davon aus, dass das Budget für Geschenke aufgrund unsicherer Konjunkturaussichten mit durchschnittlich 213 Euro in diesem Jahr geringer ausfallen wird als im letzten Jahr. Weiter prognostizieren die Analysten von Ernst & Young, dass 60 Prozent der Befragten  weniger als 200 Euro ausgeben werden.

Unbestritten auf Platz 1 der Weihnachtsgeschenke steht das Buch. 43 Prozent der Frauen und 26 Prozent der Männer setzen auf Lesestoff als Geschenk ihrer Wahl. Damit belegen Bücher seit 2008 nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa den ersten Platz, wenn es um weihnachstgeschenke geht. Oft werden auch Parfums, Bargeld/Gutscheine, Kleidung, Gadgets und Spielwaren verschenkt. Smartphones und deren Zubehör haben sich 2011 zum gefragtesten Geschenk von 19% der Europäer etabliert (mit besonders hohem Interesse bei Männern und jüngeren Befragten). Laut Deloitte werden in diesem Jahr besonders oft zudem auch Tablets und eReader verschenkt. Bei den unter 18-Jährigen werden dieses Jahr meistens Videospiele unter dem Weihnachtsbaum liegen.

Die Weihnachtseinkäufe werden von 35 Prozent der Konsumenten schon vor Ende November getätigt. 27 Prozent der Befragten tendieren dazu ihre Weihnachtseinkäufe in letzter Minute zu erledigen. Die Studien von Deloitte und Ernst & Young prognostizieren, dass die Weihnachtseinkäufe 2011 früher stattfinden werden als im vorherigen Jahr - obwohl dies eigentlich nicht nötig wäre. Die Oktober-Umfrage des ECC-Konjunkturindex Handel in Zusammenarbeit mit Tradoria und Trusted Shops (e-KIX) zeigt nämlich, dass über 50 Prozent der Online-Händler eine rechtzeitige Zustellung bis Heiligabend garantieren, wenn die Bestellung erst drei Tage vor dem Fest oder erst am 23. Dezember eingehen sollte.

Multi Channel – Der deutsche Weihnachtsmann ist online

Noch etwas ist besonders in diesem Jahr - Europäische Verbraucher nutzen zunehmend die Vorteile des Cross-Channel-Konzepts. Mehr als 50 Prozent der europäischen Verbraucher suchen und vergleichen Produkte sowohl online als auch offline. Auch wenn das Internet als Informationsquelle europaweit mittlerweile etabliert ist, kaufen die Konsumenten in den meisten europäischen Ländern lieber im stationären Handel ein als im Internet. Deutschland bildet hierbei zusammen mit Griechenland, Polen und Tschechien eine Ausnahme: Im Gegensatz zum Rest Europas tendieren die Verbraucher hier dazu, ihre Einkäufe sowohl im stationären Handel als auch im Internet zu tätigen.

 

Die Vertriebskanalwahl hängt zudem stark von der Art der zu erwerbenden Produkte ab. So werden beispielsweise bei High-Tech Produkten, Bücher, Musik und Filme am häufigsten von beiden Vertriebskanälen Gebrauch gemacht. Das liegt daran, dass diese standardisierten Produkte leicht zu vergleichen sind. Ähnlich ist es bei Modeartikeln, Spielwaren und Geschenkgutscheinen wobei der letztendliche Kauf meistens im Laden vorgenommen wird, weil bei diesen Artikeln z.B. die Passform bei Modeartikel ein wichtiges Kaufkriterium ist. Artikel wie Lebensmittel werden zurzeit nur sehr selten online gekauft, da sie leicht verderblich sind.

Fachgeschäfte sind zwar weiterhin die erste Wahl fürs Geschenke shoppen, dennoch sinkt der Anteil der gesamten Ausgaben von 57% auf 47 %. Laut der Studie von Ernst & Young werden Einkaufszentren voraussichtlich um 6% zulegen. Auch der Online-Marktanteil an den Gesamtausgaben wird voraussichtlich um 4% steigen. Der gesamte Online-Umsatz europaweit wird sich laut Kelkoo auf fast 40 Mrd. Euro belaufen. Insgesamt werden die Deutschen ca. 16 Prozent ihres Weihnachtsbudgets dieses Jahr online ausgeben. Der Großteil des Online-Weihnachtsbudgets wird derweil für Geschenke (23,1 Prozent) und Reisen (16,8 Prozent) ausgegeben.

Fachgeschäfte sind zwar weiterhin die erste Wahl fürs Geschenke shoppen, dennoch sinkt der Anteil der Fachgeschäfte an den gesamten Ausgaben von 57% auf 47 %. Dagegen werden laut der Studie von Ernst & Young Einkaufszentren voraussichtlich um 6% zulegen und auch der Online-Marktanteil an den Gesamtausgaben wird um 4% steigen. Insgesamt werden die Deutschen ca. 16 Prozent ihres Weihnachtsbudgets dieses Jahr online ausgeben. Der Großteil des Online-Weihnachtsbudgets wird derweil für Geschenke (23,1 Prozent) und Reisen (16,8 Prozent) ausgegeben. Der gesamte Online-Umsatz europaweit wird sich laut Kelkoo auf fast 40 Mrd. Euro belaufen.

 

Besonders interessant scheint dabei der mobile Sektor des Online-Shoppings zu sein. Laut Kelkoo shoppen immer mehr Europäer mit mobilen Endgeräten und generieren so fast 11 Prozent des europäischen Online-Umsatzes. In Deutschland scheint dieser Trend noch nicht ganz angekommen sein. Einer Studie von Fittkau & Maaß zufolge suchen nur 15 Prozent der Deutschen mobil nach Weihnachtsgeschenken und weniger als 8 Prozent kaufen Geschenke über ihr Smartphone. In den nächsten Jahren wird jedoch ein deutlicher Anstieg der Weihnachtseinkäufe über Smartphones erwartet. Aktuell dominieren noch PCs und Laptops bei der Suche nach und dem Kauf von Weihnachtsgeschenken. 56 Prozent der Befragten suchen demnach ihre Geschenke über den Computer und fast 48 Prozent der Deutschen kaufen auch ihre Weihnachtsgeschenke dann auch direkt am PC.

Black Friday- Rekordumsätze in den USA

In den USA wird traditionell zu „Thanksgiving" der Black Friday veranstaltet, bei dem US-Händler ihre Waren zu stark rabattierten Preisen anbieten. Viele Amerikaner nutzen diesen Tag, um Weihnachtsgeschenke möglichst günstig zu ergattern. Der Black Friday am 25. November ist in diesem Jahr als bis dato erfolgreichster Verkaufstag für US-Onlinehändler in die Geschichte eingegangen. Sowohl offline als auch online brach dieser Tag sämtliche Rekorde. Über 50 Millionen US-Bürger gaben insgesamt 816 Millionen US-Dollar online aus.

Langsam schwappt diese Entwicklung auch nach Deutschland. In Deutschland finden bislang nur vereinzelt solche Aktionen statt, und die Rabatte waren in diesem Jahr nicht so hoch wie in den USA. Bei Unternehmen wie Amazon, Apple und Teufel konnten Konsumenten am Black Fridy Schnäppchen abstauben. Darüber hinaus wurde am Wochenbeginn nach „Thanksgiving" der "Cyber Monday" ausgerufen. Hier machte besonders der Online-Handel ein großes Geschäft. Amazon hat in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal mit über 350 Angeboten den „Cyber Monday" veranstaltet. Die Angebote umfassten mehr als 450.000 Produkte mit bis zu 50 Prozent Rabatt.

Im Großen und Ganzen prognostizieren die meisten Studien ein sehr konsumfreudiges Weihnachtsfest 2011 bei dem kanalübergreifend eingekauft wird. Zudem lässt sich eine Tendenz zum mobilen Einkaufen feststellen, die sich voraussichtlich in den nächsten Jahren noch weiter entwickeln wird. Wie sich das Weihnachtsgeschäft tatsächlich entwickelt, wird sich wohl erst im Januar zeigen.