Praxisbeispiel - Mobile Commerce
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Weinhandelsgruppe Hawesko setzt auf M-Commerce

Wie eine Umfrage der Internet World Business ergab, verspricht das Jahr 2009 endlich den Durchbruch für das mobile Internet. Bisher waren die hohen Kosten der Haupthinderungsgrund für eine Nutzung des Internets über das Handy. Auch die Bedienung und Funktionalität der Handys waren oft unzureichend für das M-Commerce. Neue Smartphones bieten den Nutzern mehr Komfort und Flatrates für das Mobile-Surfen steigern die Attraktivität des M-Commerce. Dies gilt nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Unternehmen. Vorteile beim Einsatz mobiler Technologien werden unter anderem in der Kostenersparnis und den Möglichkeiten neuer Marketingstrategien gesehen. Über mobiles Marketing können unter anderem Location Based Services angeboten werden, wobei ortsbezogene Werbung auf das Handy geschickt wird, wie beispielsweise Gastronomieempfehlungen nahegelegener Restaurants.

Abbildung des Logos von der Weinhandelsgruppe Hawesko

Ein weiteres Beispiel für die Nutzung des M-Commerce liefert das Hanseatische Wein & Sekt Kontor Hawesko. Die größte Weinhandelsgruppe Europas ist seit Anbeginn des Internets ein Vorzeigebeispiel für die Anpassung des Geschäftsmodels an die sich stetig weiter entwickelnden Geschäftsmöglichkeiten des Internets. So geht Hawesko auch beim M-Commerce in die Offensive und bietet seit Dezember 2008 Weine & Co. unter der Adresse m.hawesko.de zum Kauf per Handy an.

Der Web-Auftritt wurde mit der in Köln ansässigen Sevenval AG für die Handynutzer optimiert. Die mobilen Anwendungen wurden dabei auf das bestehende Online-Shop-System aufgebaut und erübrigen damit die Einrichtung einer weiteren Schnittstelle mit dem Warenwirtschaftssystem. Eingehende Bestellungen über das Handy werden mit einem entsprechenden Code versehen und direkt in den bestehenden Bestellprozess des Online-Shops eingespeist. Dort können die Bestellungen von den Mitarbeitern, wie gewohnt, bearbeitet werden.

Nach Angaben von Hawsko sind bisher zwar keine nennenswerten Umsätze über die mobile Bestellmöglichkeit eingegangen, pro Tag können jedoch bereits 40 bis 50 Zugriffe verzeichnet werden. Die meisten Abrufe erfolgen dabei durch das iPhone von Apple, gefolgt von iTouch und Blackberry. Um die Besucherzahl zu erhöhen, plant Hawesko weitere Marketingmaßnahmen. So soll neben dem Versand von Pressemeldungen und Sondernewslettern auch ein spezielles Informationsportal auf der Internetseite eingerichtet werden, um die Bekanntheit des mobilen Services zu steigern. In dem hauseigenen Blog  www.weinwort.de wird Nutzern die Gelegenheit gegeben, sich über Trends, Neuigkeiten, Anekdoten und natürlich ihre ersten Erfahrungen mit Bestellungen via Handy auszutauschen.

Burkhard Richter, Leiter des E-Commerce des Hanseatischen Wein & Sekt Kontors, betont: "In einem Markt der sich sehr schnell entwickeln wird, ist es wichtig, frühzeitig Erfahrungen zu sammeln." Der nächste Schritt wird sicherlich das Anbieten mobiler Zahlungsmechanismen sein, "dafür fehlt bisher jedoch noch die Akzeptanz bei den Kunden", so Herr Richter.

Es scheint, als könne sich der M-Commerce als Alternative zum E-Commerce in einigen Branchen etablieren. "Insbesondere bei Produkten die für junge Berufstätige interessant sind, dürfe der M-Commerce bald stark anwachsen.", so Kai Hudetz, Bereichsleiter des E-Commerce-Center Handel. Wie hoch der Anteil der Erträge des M-Commerce dabei am Gesamtumsatz des E-Commerce sein wird, bleibt abzuwarten.

Sekt und Wein kontor Quelle: www.hawseko.de