Wenn der Hammer fällt
Autoren: o.V.
Quelle: Markant-Handelsmagazin, Heft 03/2003, Seite 36
Auf der Suche nach Möglichkeiten dem steigenden Preisdruck standzuhalten, haben die Spezialisten der Handelskooperation MARKANT einen neuen Ansatz gefunden: Prozessoptimierung durch Nutzung modernster, internetbasierter Technologien.
Au diesem Grund wurde im letzten Herbst der Bereich Internet-Trading ins Leben gerufen. Dahinter verbirgt sich die Idee, die Nutzung und den Nutzen internetgestützter Einkaufswerkzeuge im Dienste der Mitglieder kontinuierlich zu steigern. Es entstand die Möglichkeit der Internet-Auktion als enorm effektives Einkaufswerkzeug mit hohem Sparpotenzial.
Die Internet-Auktion entspricht einer normalen Versteigerung mit dem Unterschied, dass die Preise nicht steigen, sondern fallen. Der bisher sehr große Aufwand zur Vorselektion sowie das Herantasten an ein Limit entfällt, da die Anbieter ihr Limit praktisch freiwillig abliefern. Weiterhin wird jegliche Subjektivität ausgeschaltet, so dass gegenüber herkömmlichen Verhandlungen Preisverbesserungen zwischen drei und sechs Prozent erzielt werden. Hierbei bieten Nonfood-Produkte ein höheres Einsparpotenzial als Food-Produkte. Zudem steigert der Auftragsumfang die Motivation der Lieferanten, an ihr Limit zu gehen.
Bei MARKANT unterscheidet man bei den Internet-Auktionen drei Bieterverfahren:
- Angebotsanfrage
- Ausschreibung
- Auktion.
Bei der Angebotsanfrage gibt der Anbieter ein verbindliches Angebot ab, aufgrund dessen MARKANT eine Vorauswahl treffen kann.
Bei der Ausschreibung werden die potentiellen Bieter zur Teilnahme eingeladen. Hierbei können dann aber im Unterschied zur Angebotsanfrage mehrere Angebote abgegeben werden.
Bei beiden Verfahren verpflichtet sich MARKANT nicht zum Kauf. Erst nach genauer Prüfung aller Faktoren wird der Zuschlag erteilt.
Als drittes Instrument steht die Auktion im eigentlichen Sinne zur Verfügung. Die besten Anbieter aus Angebotsanfrage oder Ausschreibung müssen sich dann mit ihren härtesten Konkurrenten messen. Hierbei verpflichtet sich die MARKANT, dem günstigsten Anbieter den Zuschlag zu erteilen.
Die Spielregeln können je nach Produkt, Marktsituation und Anbieterstruktur variiert werden.
Somit findet eine Verlagerung bei der pro Produkt eingesetzten Zeit von der Verhandlung hin zur Vorbereitung des Einkaufs statt. Das frei gewordene Potenzial kann für andere Bereiche genutzt werden.
Abschließend sieht man in diesem Bereich noch weitere Sparpotenziale. Die Mengenbündelung der Mitglieder sei noch optimierbar und zudem sei das Instrument der Auktion auch für den Eigenbedarf der Handelsunternehmen von großem Interesse.
