Nachricht - Netzsicherheit und Informationssicherheit
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Zahl der Attacken auf Computersysteme auf dem Höchststand

Computer-Kriminalität tritt immer häufiger auf und wird für Unternehmen immer teurer. Dabei treten verstärkt Angriffe von außen auf. Die Attacken reichen von purem Vandalismus bis zum Diebstahl interner Informationen und Finanzbetrügereien.

Die Zahl der angegriffenen Unternehmen hat sich seit 1996 verdoppelt, wobei die Dunkelziffer hoch ist, denn Unternehmen ist es oft zu peinlich zuzugeben, dass sie Opfer von Hackern wurden und Sicherheitslücken haben.

Als häufigstes Sicherheitsrisiko wurde der Virenangriff genannt. 85 % aller vom Computer Security Institute befragten Unternehmen wurden schon von Viren befallen, wobei im Schnitt Kosten von 300.000 US$ entstanden. Eine wachsende Tendenz weisen Denial-of-Service-Attacken auf. Dies sind koordinierte, massenhafte Zugriffe auf Server, so dass diese zusammenbrechen. E-Mail-Viren sind sehr beliebte Hacker-Instrumente und kosten die Unternehmen durchschnittlich 283.000 US$ pro Jahr.

Weder angepasste Technik noch überdachte Sicherheitspolitik garantieren einen wirksamen Schutz vor Computer-Kriminalität. Die Forderung lautet hier, einen Sicherheitsansatz zu entwickeln, der Mensch und Technik umfasst. Bislang sind Firewalls und Anti-Viren-Programme im Einsatz. Neu ist die Intrusion-Detection, die meldet, wenn ein Unbefugter in das Netzwerk eindringt. Auch digitale Ausweise gewinnen an Bedeutung. Biometrische Methoden werden hingegen kaum genutzt.

Die Unternehmen haben jedenfalls gelernt, dass Computer-Sicherheit kein unwichtiges Thema ist.

(Quelle: FAZ vom 11.04.2002, S. 23)