Zahlungsausfallrisiko im Online-Handel bei Frauen geringer
Das Zahlungsausfallrisiko bei Frauen ist im europäischen Online-Handel geringer als das bei Männern. Indikator dafür ist die niedrigere Chargeback-Quote, also der Anteil zurückgebuchter Kreditkarten-Transaktionen nach Widerspruch des Karteninhabers. Demnach liegt die Ausfallquote weiblicher Konsumenten mit rund 0,10% bei Online-Käufen, die per Kreditkarte beglichen werden, nur etwa halb so hoch wie die männlicher Kunden mit 0,19%. Im Vorjahr noch standen die Zeichen umgekehrt. Das zeigt der Pago Retail-Report 2008, den die Deutsche Card Services, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank, kürzlich vorgelegt hat.
Erfreulich bleibt laut Pago Retail-Report 2008 das insgesamt recht niedrige Niveau der Chargeback-Quote im europäischen Online-Handel in Höhe von 0,34%. Eine Eigenheit des Retails im Vergleich zum gesamten E-Commerce zeigt beim Blick auf die Chargeback-Gründe. Jeder fünfte Chargeback, also knapp 20%, entsteht im Retail nach unklaren Transaktionen, im gesamten E-Commerce sind es nur 8,57%. Dabei ließe sich dieser Ablehnungsgrund beispielsweise durch zeitnahe Ausführung der Bestellung und deutliche Angabe des Zahlungsempfängers, also des Online-Händlers, bei der Abbuchung verhindern. Hier sind vor allem Anbieter digitaler Shops selbst gefordert, zum einen ihre Hausaufgaben zu machen, zum anderen entsprechend durch gezielte Aufklärung Eingabefehler der Kunden zu verhindern.
Die Studie der Deutschen Card Services zum "Kauf- und Zahlverhalten im Online-Handel" basiert auf der Auswertung realer Transaktionen. Datengrundlage bildet die Auswahl von rund siebeneinhalb Millionen Retail-Kaufvorgängen, die über die Pago-Plattform abgewickelt wurden.
Weitere Informationen zum "Pago Retail-Report 2008" finden Sie unter www.ecommerce-report.de.
(Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Card Services, 13.03.2009)
