Literatur
- Lebensmittelhandel
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Zukunftsprojekt elektronischer Handel
Autoren: Jürgen Rönsch
| Quelle: Getränkeindustrie, 57.Jahrgang, 2/2003, S.30. |
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Internet zur Unternehmensdarstellung
Die größten E-Commerce-Anwendungen im Bereich Getränkeindustrie sind ohne Zweifel die Webseiten der Hersteller und Händler. Insbesondere bei den Herstellern zeigt sich eine einheitliche Tendenz: Das Betrachten soll Spaß machen. So werden neben Produktinformationen zahlreiche Online-Spiele, Comics, Online-Foren oder Rezepte für Mixgetränke angeboten. Diese, vor allem an jüngeres Publikum gerichteten, Internetauftritte setzen allerdings eine hohe Systemanforderung voraus, so dass einige Angebote ohne DSL uninteressant sind. Online-Shops Eine direkte Bestellung der angebotenen Getränke-Produkte ist bei den großen Herstellern in der Regel noch nicht möglich. Zwar können zum Teil Accessoires wie Jacken und T-Shirts bestellt werden, doch die Bestellung wird nur per Nachnahme geliefert. In Deutschland gibt es auch zahlreiche lokale und regionale Online-Shops, die Getränke über das Internet anbieten, allerdings ist auch hier eine Bestellung meist nur per Nachnahme oder Rechnung möglich. Technische Möglichkeiten der Daten-Verschlüsselung, die eine Zahlung per Kreditkarte erlauben, werden nicht genutzt. In Österreich ist man hier schon ein Stück weiter. Die Brau Union Österreich bietet bereits ein eigenes Internet-Verkaufssystem an. E-Procurement Auch diese Form der Warenbeschaffung im Internet lässt sich in der Getränkeindustrie bereits finden. Prinzip von E-Procurement ist es, die bisherigen papierbasierenden Bestellvorgänge abzuschaffen und mit Hilfe des Internets zu automatisieren. Ausgeklügelte Suchfunktionen, Passwortschutz sowie hinterlegte Budget- und Artikelbegrenzungen erhöhen die Nutzerfreundlichkeit. Elektronischer Datenaustausch Warenwirtschaft per Internet ist ein weiterer Bereich des E-Business, der bereits in der Getränkeindustrie genutzt wird. So unterstützt zum Beispiel die Gerolsteiner Gruppe den Getränkefachgroßhandel bei der Warenbestandsverwaltung. Mittels eines kontinuierlichen elektronischen Austauschs von Warenbeständen wird nach einer gemeinsam mit dem Kunden definierten Formel der Bedarf kalkuliert und eine entsprechende Bestellung automatisch veranlasst. Bei optimaler Artikelverfügbarkeit konnten die Lagerbestände der Getränkefachgroßhändler, teilweise um bis zu 25 Prozent reduziert werden. Zukunftsprojekt Getränkeportal Geht es nach dem Willen der Getränkehersteller wird sich die elektronische Form der Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen schon bald weiter ausdehnen. So ist das Getränkeportal GetPort, das als Kommunikationsplattform für Hersteller und Händler dienen soll, im Aufbau. Das international ausgerichtete Portal soll schrittweise einen Stammdatenkatalog anbieten und Bestellungen von Computer zu Computer oder über ein Web-Portal ermöglichen. |
